Er hat die Stimmung eingefangen

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Im 1. Tiroler Holzmuseum kann man die Historie des Landes bis ins Detail verfolgen. In einem “urigen” stilechten Holzhaus, dem Geburtshaus von Hubert Salcher, hinter einem bescheidenen Hinweisschild können Besucher aus aller Welt die Tradition der Region und die Kunst der Holzschnitzerei bis in das 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Auf über 1000 m2 führt der Schnitzer und Bildhauer seine Gäste über den “Holzweg” der Geschichte seiner Vorfahren bis in die moderne Schnitzerei-Kunst der Gegenwart. 3000 Ausstellugsstücke rund um das natürliche Material Holz sind auf den zwei Etagen des Museums sowie im Freien um das Haus herum zu sehen. Vom Holznagel bis zum Holzwurm präsentiert der Künstler auf lebhafte Art die Tradition der Holzwirtschaft. Alte und kuriose Geräte wie der größte und der kleinste Hobel des Landes, Spinnräder und Krippen, Deckenbalken, Pferdefuhrwerke und sogar Ketten und Postkarten befinden sich unter den historischen Produkten, die Hubert Salcher über Jahrzehnte für sein Museum gesammelt hat.

Der Tradition ein Denkmal gesetzt

“Früher gab es drei Sägewerke hier”, erzählt uns Hubert Salcher. “Man hat das geschlägerte Holz in diesem Ort aufgefangen, was im Tiroler Dialekt soviel wie >Hoiz auffachn< bedeutet. Und daraus ist der Ortsname Auffach entstanden.” Schon sein Großvater lebte in jenem Haus, in dem heute noch geschnitzt wird, und verdiente sein Brot als Leistenschuster. Seine Werkstatt ist von der mechanischen Nähmaschine über ein kleines funktionstüchtiges, altes Tischradio bis zu den handgemachten Lederschuhen mit Holzsohlen erhalten und hinterlässt den Eindruck, als wäre der Meister nur für einen kurzen Augenblick aus dem Raum gehuscht, um Pumuckl zu rufen. In der verwinkelten Küche nebenan steht ein original erhaltener Rührzug, den man zur Buttererzeugung verwendete. Der Holzofen aus dem 17. Jhd. ist sogar noch funktionstüchtig im Einsatz. Rundherum fesseln seltene Schnitzereien und Holzminiaturen das Auge des Besuchers bis ins Detail.

Die natürlichen Harze duften hinter jeder Türe und der Holzboden knarrt, wenn man die verwinkelten kleinen Räume des “Märchenlandes” begeht. Ein Film über die Holzwirtschaft und eine Diaschau mit dem Namen “Holz im Jahreskreis” ergänzen die vielseitigen Studien der “hölzernen” Vergangenheit.

Eigener Musikraum, (Flügelkammer) mit Bösendorfer Konzertflügel und 65 Holzinstrumenten.

  • Wir feiern in 2016  „40 Jahre HolzSchnitzerei Hubert Salcher“ und  „20 Jahr 1. Tiroler Holzmuseum“
  • Das Museum wurde am 12 juni 1996 gegründet
  • Das Museum wurde 1998 als „Schatzhaus Österreichs“ ausgezeichnet.
  • Das Museum wurde im August 2004 österreichweit als Museum des Monats ausgezeichnet. (www.austrianmuseums.net)